Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH

Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH (Elbingerode und Neustadt/Südharz)  

Das Diakonie-Krankenhaus Elbingerode gehört gemeinsam mit dem Evangelischen Fachkrankenhaus für Atemwegserkrankungen Neustadt/Südharz, der Suchtberatungsstelle Wernigerode, der Tagesstätte für Suchtkranke Wernigerode und den betreuten Wohneinrichtungen für Suchtkranke in Blankenburg, Wernigerode und Rübeland zur Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH. Träger der Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH ist der Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD).

Die Krankenhäuser können als christliche Einrichtungen auf eine über 100-jährige Tradition im Sinne einer ganzheitlichen Betreuung durch fachliche und menschliche Kompetenz zurückblicken. Der Gemeinschafts-Diakonieverband hat sich zum Auftrag gemacht, menschenwürdige und sachkompetente Nächstenhilfe zu leisten, in welcher der Mensch im Mittelpunkt steht.

Während sich das Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH Elbingerode an Menschen mit den unterschiedlichsten Erkrankungen wendet und eine multiprofessionelle Krankenhausbehandlung in den medizinischen Fachgebieten bietet, hat sich das  Fachkrankenhaus Neustadt/Südharz auf die Diagnostik und Behandlung von Lungen- und Bronchialkrankheiten spezialisiert.

In diesem Verbund sind in der Vergangenheit auch einige technische Entscheidungen gemeinsam gefallen.  So die Entscheidung für TransConnect® als branchenspezifischer Kommunikationsserver.

Die IT-Systemlandschaft mit dem Einsatz der nachfolgenden Systeme ähnelt sich in beiden Häusern Neustadt und Elbingerode.

  • Klinikinformationssystems KissMed
  • Pflegedokumentationssystem Apenio und Apenio LZ
  • Küchenlogistiksystem Cuvos

So lag es auch nahe,  sich für eine einheitliche Plattform für einen Kommunikationsserver zu entscheiden. TransConnect® wurde hierfür im Jahr 2007 eingeführt.

Die im nachfolgenden Bild dargestellte Systemlandschaft wird vor allem vom Standort Elbingerode administriert.

 

Systemlandschaft

 

Die Zielstellung dieser gewachsenen IT-Architektur bestand darin, einerseits eine gewisse Autonomie der Standorte Elbingerode  und Neustadt zu gewährleisten und anderseits sollten die Vorteile des Diakonie-Verbundes und einer gewissen Standardisierung und Zentralisierung genutzt werden. Ausdruck dieses Leitgedankens ist die aufgebaute Digitale Patientenakte in beiden Häusern. Hier werden alle Befunde und Dokumente über einen Patienten zentral abgelegt und verwaltet. Die Digitale Patientenakte  wird zum einen intern in einem Krankenhaus mittels TransConnect® mit den Patientendaten aus dem Klinikinformationssystem aufgebaut und versorgt. Diese Datenbank wird jedoch andererseits auch mit der  Digitalen Patientenakte des Nachbar-Krankenhauses abgeglichen, um in beiden Häuser einen vollständigen Datenbestand sicherzustellen.

Der Nachrichtenaustausch läuft hierbei über das branchentypische Nachrichtenformat HL7. Es handelt sich dabei um einen internationalen Standard für den Austausch von Daten zwischen Organisationen im Gesundheitswesen und deren Computersystemen. Die Kommunikation und der Nachrichtenaustausch finden auf Applikationsebene statt.

TransConnect® liest diese HL7-Nachrichten von den emittierenden Systemen ein und leitet diese intern und wenn notwendig auch extern in das benachbarte Krankenhaus weiter. Ein geschickter Algorithmus erkennt in TransConnect® die Zuständigkeit und verteilt die HL7-Nachrichten aus dem jeweils lokalen Klinikinformationssystems KissMed.

Durch die Redundanz der TransConnect®-Installationen an jedem Standort kann hierbei eine höchste Übertragungssicherheit gewährleistet werden. Falls einer der Standorte netztechnisch nicht verbunden ist, wird mittels der Persistenzschicht in TransConnect® die Nachricht bis zum Wiedereintritt in die Kommunikation gehalten.

Die Vorteile von TransConnect® liegen in:

  • dem geringen Aufwand bei der Herstellung einer Schnittstellen-Verknüpfung
  • der im System vorhandene Persistenzschicht, welche vor dem Verlust von Nachrichten sowie der Doppelverarbeitung schützt; diese ist darüber hinaus wichtig bei Systemausfall eines der kommunizierenden Systeme,
  • der Datensicherheit bei Verarbeitung von Nachrichten, Daten und Informationen basierend auf Transaktionen
  • der Flexibilität bei der Transformation und Filterung der Systembus-internen XML-Nachrichten
  • der Möglichkeiten den Nachrichtenverkehr auszuwerten und nachzuvollziehen, damit kann im Fehlerfall sehr einfach nachgewiesen werden, wann und wie welche Nachricht emittiert, übertragen und verarbeitet wurde.
  • der zentralen Administration und Überwachung der Schnittstellen mit minimalem Aufwand insbesondere bei Problemen und plötzlichem Ausfall einer heterogenen Schnittstellenvielfalt